Schülerpraktikum Klasse 9

02.03.2018
Märkische Allgemeine

Michael Bischof erklärt die „Neptun“ Evelyn Bialas aus der 9. Klasse der Neustädter Homburg-Schule. Sie absolviert bei ihm derzeit ein Schülerpraktikum.

Wusterhausen

Meteorologisch ist er ja nun da, der Frühling. Aber weil sich das Wetter eben nicht nach dem Kalender richtet, trägt die Seenkette zwischen Wusterhausen und Stolpe weiterhin eine Eisdecke. Dem Neptun mag das egal ein, der „Neptun“ im Dock am Ufer des Klempowsees, setzt der verspätete Winter allerdings ein Stoppzeichen. Am Donnerstag sollte sie aus dem Wasser geholt werden. Bei den turnusmäßig anstehenden Inspektionen des 92 Jahre alten Fahrgastschiffes durch Spezialisten von der Schifffahrtsuntersuchungskommission (SUK) ist jetzt der Unterboden an der Reihe. Das will erst einmal vorbereitet sein. Bei Michael Bischof von der Reederei „Fünf Seen“ stand der 5. dieses Monats für die Abnahme im Kalender. Bischof ist Teil einer Unternehmensgesellschaft, der kleinsten Form einer GmbH, mit Renate Bischof als Allein-Gesellschafterin.

Neuer Anstrich für die Unterwasser-Fläche

Den „Pflegetermin“ haben Mutter und Sohn angesichts der Eiszeit um sieben Tage verschoben. „Ich glaube aber, damit werden wir auch nicht hinkommen“, gibt sich der Wusterhausener realistisch. Dabei wird die Zeit danach langsam knapp. Schließlich soll die Unterwasser-Fläche nach der Begutachtung einen neuen Anstrich bekommen. Und für die erste Fahrt am Karfreitag liegen schon Reservierungen vor. Eine Alternative gibt es nicht mehr, seit sich die kleine „Flotte“ auf der Seenkette mit dem Verkauf der „Hertha“ nach Berlin im vergangenen Jahr halbiert hat. Der blau-weiße Vorzeigedampfer (in Wirklichkeit ein Diesel) sieht in der Hauptstadt einem Umbau entgegen, um danach auf den Berliner Gewässern zu schippern. Hierzulande muss es also allein die „Neptun“ mit ihren 140 Plätzen richten. „Wir haben die Saison längst auf dem Schirm. Was auf dem Trockenen zu machen war, haben wir bis aufs Putzen erledigt“, sagt Michael Bischof. „Nun soll es nur noch einen schönen, langen Sommer geben.“ Davor steht der Frühling mit seinen Angeboten im Mai.

Abendfahrt, um für die Laga zu werben

Auf eine Tour weist Matrose Bischof jetzt schon hin: „Die Reederei hat sich vorgenommen, mit einer Abendfahrt auf die Landesgartenschau 2019 in Wittstock aufmerksam zu machen.“ Die geschlossene Gesellschaft sticht am 26. Mai in See, an Bord Vertreter der „Kleeblatt“-Kommunen wie die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke, ihr Wusterhausener Kollege Roman Blank, Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs, aber auch Heiligengrabes Verwaltungschef Holger Kippenhahn und weitere Repräsentanten der Region. Zum Bürgermeister der Laga-Gastgeberstadt, Jörg Gehrmann, soll noch der Kontakt geknüpft werden.

Waldkanal am Ende der Seenkette

Nachdem Mitarbeiter des Wasser- und Bodenverbands den Waldkanal am Ende der Seenkette von den Hinterlassenschaften des großen Herbststurms befreit haben, kann die „Neptun“ wie früher bis fast an die Landesstraße zur Autobahn herangleiten, um auf der Stelle kehrt zu machen und wieder Wusterhausen anzusteuern. Die Saison beginnt Karfreitag und endet am 3. Oktober. Die „Neptun“ mit den Kapitänen Paul Semmler oder Johannes Bär sticht sonnabends, sonntags und feiertags in See. Zwischen dem 20. Juni und dem 12. September wird auch mittwochs gefahren. Kontakt für Buchungen, aber auch Sonderwünsche: 033979/ 55 99 77 oder 0174/5 66 22 95.

Von Wolfgang Hörmann

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